PROJEKT SeisRockHT

Seismic Rockfall Monitoring in the Hohe Tauern Region

Kontinuierliches, passives seismisches Monitoring ist eine bewährte geophysikalische Methode zur Identifizierung und Quantifizierung sporadischer Prozesse bzw. Ereignisse. Im Rahmen des Projekts SeisRockHT werden seismische Messungen genutzt um hochalpine Steinschläge und Felsstürze zu detektieren und zu analysieren. Zu diesem Zweck werden am Sonnblick und im Freiluftlabor Kitzsteinhorn seismische Monitoring-Netzwerke errichtet, die auf ganzjährigen Betrieb und kontinuierliche Datenerfassung ausgelegt sind. Die beiden Standorte repräsentieren dabei unterschiedliche Beobachtungsebenen: Mittels einer hohen Instrumentierungsdichte werden am kleinskaligen Kitzsteinhorn-Standort Prozesse und Ereignisse auf Hangskale (Höhendifferenz 100 Meter) hochaufgelöst untersucht. Basierend auf einer geringeren Instrumentierungsdichte werden am großskaligeren Sonnblick-Standort die in einer klassischen, alpinen Nordwand ablaufenden Prozesse auf Bergskale (Höhendifferenz 800 Meter) überwacht.

Beide Gebiete, Sonnblick und Kitzsteinhorn, sind bereits Standort langjähriger Monitoringprogramme, welche wertvolle Komplementärdaten liefern. Neben der Detektion und Quantifizierung von Steinschlag- und Felssturzereignissen strebt SeisRockHT eine bessere Kenntnis ihrer potenziellen Ursachen an. Zu diesem Zweck wird die gemessene lokale Seismizität mit den komplementär erhobenen Monitoringdaten der beiden Standorte korreliert, um auf diesem Weg ein besseres Verständnis der relevanten geologischen und klimatischen Einflussfaktoren zu erlangen. 

  

STECKBRIEF

Beitrag GEORESEARCH: Leitung Arbeitspaket 3: Oberflächen-Monitoring (Terrestrisches Laserscanning, Drohnen-basierte Photogrammetrie)

Projektpartner: Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG), Mertl Research GmbH, Geosono

Projektdauer: 2014 - 2017

Fördergeber: Österreichische Akademie der Wissenschaften (ESS 2013)

Projekthomepage: Projekthomepage Mertl Research, Projekthomepage ZAMG

 

Auftauender alpiner Permafrost führt zu mehr gefährlichen Felsstürzen

Artikel auf derstandard.at über die Einrichtung seismischer Monitoring-Netzwerke am Kitzsteinhorn und am Sonnblick.

 

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PROJEKTPARTNER

Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik

Mertl Research GmbH

geosono - Anton Lettenbichler e.U.

  

AUSGEWÄHLTE REFERENZEN

Binder D., Hartmeyer I., Keuschnig M., Mertl S., Lenhardt W. (2017): SeisRockHT – Seismic Rockfall Monitoring in the Hohe Tauern region. Posterpräsentation im Rahmen der EGU General Assembly 2017, Geophysical Research Abstracts Vol. 19, EGU2017-17451.

 

Binder D., Hartmeyer I., Keuschnig M., Mertl S., Lenhardt W. (2016): SeisRockHT - Seismic Rockfall Monitoring in the Hohe Tauern region. Posterpräsentation im Rahmen der EGU General Assembly 2016, 17.-22. April 2016, Wien.

 

Auftauender alpiner Permafrost führt zu mehr gefährlichen Felsstürzen. Der Standard (16.08.2015).