FORSCHUNGSBEREICH GEO

Scheinbar karg, doch voller Leben und empfindlich: Weltweit reagieren alpine Regionen besonders sensitiv und dynamisch auf Umweltveränderungen. Vor allem ihre intensive Nutzung und die Folgen des globalen Klimawandels bergen Herausforderungen. Deren Risiken und Chancen bilden die Basis für den Forschungsbereich GEO mit den Schwerpunkten alpine Naturgefahren und Risikomanagement, Hydrogeologie, Gletscher und Permafrost.

PROJEKT GlacierRocks

In den letzten Jahren und Jahrzehnten eisfrei gewordene Karrückwände sind besonders häufig von Steinschlägen und Felsstürzen betroffen. Trotz ihrer Bedeutung als zunehmender Risikofaktor ist wenig über die im Übergangsbereich Gletscher-Felswand ablaufenden thermischen, mechanischen und hydrologischen Prozesse bekannt. Im Rahmen des Projekts GlacierRocks wird am Kitzsteinhorn ein weltweit einzigartiges Randkluft-Monitoring zur langfristigen Beobachtung stabilitätsrelevanter Prozesse eingerichtet, welches die Messung von Felstemperaturen, Felsfeuchtigkeiten und akustischen Emissionen umfasst. 

weiter ...

PROJEKT Kyrgyz LMEWS

Tren a las Nubes

Radioaktive Altlasten in Kombination mit gewaltigen Hangrutschungen bergen enorme Risiken für weite Regionen Kirgisistans und deren Bewohner. Die Risiken umfassen eine mögliche Zerstörung der Altlasteneinrichtungen mit einhergehender Remobilisierung und Verfrachtung von radioaktivem Material durch Bäche und Flüsse in landwirtschaftlich intensiv genutzte Regionen. Zur Verminderung dieser Risiken und basierend auf modernsten Monitoring-Technologien entwickelt GEORESEARCH ein räumlich und zeitlich skalierbares Überwachungs- und Frühwarnsystem für Hangrutschungen (Landslide Monitoring and Early Warning System, LMEWS) für die Region Mailuu Suu. Das langfristige Ziel des Projekts ist, die Sicherheit in kirgisischen Uran-Altlastengebieten durch optimierte Überwachungs- und Sanierungsmaßnahmen zu erhöhen.

weiter ...

PROJEKT FutureLakes

Gletscherschwund ist eine der sichtbarsten Folgen des aktuellen Temperaturanstiegs. Als Folge können Gletscherseen gebildet werden, wie sie bereits bei verschiedenen Gletschern in Österreich und in anderen Bergregionen der Welt beobachtet werden. Das Projekt FutureLakes analysiert Lage und Entstehung zukünftiger Gletscherseen in Österreich und unterstützt damit notwendige Reaktions- und Anpassungsstrategien auf den durch das Abschmelzen der Gletscher hervorgerufenen Landschaftswandel.

weiter ...

PROJEKT CirqueMonHT

Vergletscherte Kare sind prägende Landschaftselemente des Hochgebirges und reagieren besonders sensitiv auf klimatische Veränderungen. Im Rahmen des 'Arge Alp'-geförderten Projekts CirqueMonHT errichten wir gemeinsam mit unseren Partnern ein Monitoring im Ödenwinkelkar (Stubachtal, Salzburg) mit dem Ziel stabilitätsrelevante Veränderungen langfristig zu überwachen.

weiter ...

PROJEKT Tren a las Nubes

Tren a las Nubes

Seit März 2017 arbeiten wir, gefördert von der Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH und gemeinsam mit nationalen und argentinischen Partnern, an unserem neuesten Projekt: Tren a las Nubes: Entwicklungspotentiale einer extremen Gebirgsbahn. Im Zuge des interdisziplinären Forschungsprojektes werden die Chancen und Risiken bahngebundenen Gütertransportes auf der einzigen, sich in Betrieb befindlichen Eisenbahnstrecke zwischen Argentinien und Chile eruiert. Naturgefahren können bei dieser extremen Gebirgsbahn zu maßgeblichen Kostentreibern in Betrieb und Instandhaltung werden. Wir von GEORESEARCH entwickeln eine innovative, auf neuesten Satellitendaten und modernsten Drohnentechnologien basierende Methodik zur Detektion von Naturgefahren „Hot Spots“.

weiter ...

PROJEKT KaWaMon

Die hydrogeologischen Eigenschaften von verkarstetem Gebirge haben Auswirkungen auf die Wasserversorgung von Siedlungsräumen und können auch als Indikatoren für Hochwasservorhersagen bzw. Trockenperioden verwendet werden. Das Langzeit-Monitoring Projekt KaWaMon (Karstwasser-Monitoring) umfasst die kontinuierliche Überwachung von Karstwasservorkommen im Bereich der Nördlichen Kalkalpen (u.a. Untersberg, Hagengebirge, Tennengebirge, Leoganger Steinberge) und Hohen Tauern (Kitzsteinhorn). Mit Hilfe der erhobenen Daten können unter anderem das Abflussverhalten untersucht und Informationen zur Speicherfähigkeit des Gebirges gewonnen werden.

PROJEKT HydroFault

Wechselwirkungen zwischen hydrogeologischen, strukturgeologischen und geomorphologischen Prozessen in Störungszonen sind von Bedeutungen für ingenieurgeologische und wasserwirtschaftliche Fragestellungen. Das Projekt HydroFault hat zum Hauptziel auf Basis eines interdisziplinären, gesamtheitlichen Ansatzes die Hydrogeologie und deren Wechselwirkungen mit strukturgeologischen und geomorphologischen Prozessen am Beispiel der Torrener-Joch-Störungszone (Bundesland Salzburg, Bayern) zu erfassen und zu quantifizieren.